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Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – Wie man neue Gewohnheiten etablieren kann

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Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – Wie man neue Gewohnheiten etablieren kann

Neue Gewohnheiten zu etablieren braucht Zeit und Kraft. Aber wieso denn eigentlich? Warum ist es so schwierig den inneren Schweinehund zu überwinden und etwas Gutes für sich zu tun?

Nicole Ercolani, 19. Oktober 2021

Wenn wir darüber sprechen wollen, wie man alte Gewohnheiten ändern kann, müssen wir zuerst über unser Gehirn sprechen. Es ist nämlich darauf ausgelegt, möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Dies ist ein wichtiger Überlebensmechanismus und aufgrund unserer Evolution so eingerichtet. Da bis vor kurzem Essen nicht im Übermass vorhanden war, ging es darum den Energiehaushalt im Körper so effizient wie möglich zu gestalten.

Um das zu schaffen, legt unser Gehirn für Taten, Wiederholungen und Gewohnheiten quasi eine Autobahn an. All unsere existenten Datenautobahnen sind nicht mehr im bewussten Teil unseres Denkens gespeichert, sondern werden, wenn die Autobahn erstmal gebaut ist, im unterbewussten Teil unseres Gehirns angesteuert. Deshalb überlegen wir beim Autofahren nicht mehr wie das mit dem Kuppeln und dem Gangwechsel geht, wir denken nicht darüber nach wie wir unsere Zähne putzen müssen und auch nicht mehr wie wir zu unserer Arbeitsstelle kommen. Diese ganzen Programme laufen unterbewusst ab und müssen nicht mehr direkt angesteuert werden.

Wenn wir nun also eine neue Gewohnheit etablieren möchten, bedeutet dies, dass unser Gehirn quasi mit der Machete im Urwald der Gehirnzellen steht und sich erstmal einen kleinen Fussweg bahnen muss. Es kämpft sich nun also durch den dicht bewaldeten Dschungel und schneidet und hackt sich einen neuen Weg frei. Dies kostet Kraft und Ausdauer und schon an dieser Stelle scheitern die meisten guten Vorsätze. Es kostet nämlich Energie sich eine neue Gewohnheit zu erschaffen.

Wenn dieser Weg durch den Dschungel dann erstmal gemeistert ist, wird der Weg mit jeder Wiederholung der neuen Gewohnheit etwas breiterer und irgendwann gibt das Gehirn dem Bauteam von Autobahnen den Auftrag bei diesem Urwaldweg ebenfalls eine Autobahn anzulegen. Dies erfolgt in der Regeln nach 90 Tagen. Die Experten streiten sich dabei etwas, ob es 60 oder 90 oder 120 Tage sind, aber nach ungefähr dieser Zeit verändert sich drastisch etwas im Empfinden der neuen Gewohnheit.

 

Der innere Schweinehund 

Was in diesen ersten ca. 3 Monaten einer neuen Gewohnheit passiert ist folgendes. Es kommen alle unsere unterbewussten, destruktiven Programme, Glaubenssätze, Muster, Gründe und Anteile hervor, welche unbedingt verhindern wollen, dass wir diese Veränderung schaffen. Diese Anteile toben und wüten in unserem Inneren und man muss auch dafür genügend Kraft und Energie haben, um diesen inneren Kampf gegen den im Volksmund wohlbekannten «inneren Schweinehund» zu gewinnen.

Dieser innere Schweinehund ist bei den meisten Menschen eher ein tobender Teenager oder ein wütendes Kleinkind, weil wir alle unsere alten Gewohnheiten aus einem ganz bestimmten Grund begonnen haben und sie zum damaligen Zeitpunkt auch sehr legitim waren.

Was braucht es denn nun konkret um etwas Neues zu etablieren?

Es braucht 3 Dinge:

1.     Genügend Energie um die Veränderung durchzuhalten

2.     Eisernen Willen um es trotzdem zu machen, egal was in deinem Inneren vorgeht

3.     90 Tage am Stück das Neue tun

 

1.     Da die meisten Menschen ihren Energiehaushalt so ausgerichtet haben, dass sie ihren Alltag gut überstehen, aber am Abend dann doch sehr müde sind, wird es nicht reichen, sich einfach vorzunehmen mehr Energie zu haben. Wir haben nur zwei Varianten mehr Energie in den Körper zu bekommen, nämlich mehr Essen oder mehr Atem.

Nun werden sich wahrscheinlich die meisten Denken, mehr essen ist einfacher, aber der Schein trügt. Mit nur 3 mal 3 Minuten Feueratem, einer Yogaübung (siehe myAlly), bekommen wir so viel Energie in unseren Körper, dass dann auch genügend vorhanden ist um eine Veränderung zu bewerkstelligen.

 

2.     Um den Kampf gegen den inneren Schweinehund zu gewinnen gibt es ebenfalls mehr als eine Möglichkeit. Es gibt unter uns tatsächlich Menschen, welche einen sehr ausgeprägten eisernen Willen haben. Die können, wenn sie sich für eine Veränderung entscheiden, diese sich einfach vornehmen und dann umsetzten.

Solltest du zu der anderen Kategorie Menschen zählen (wie die meisten übrigens) dann ist es sehr dienlich sich Hilfe zu holen. Je nach Feld der Veränderung macht es dann halt mehr Sinn für eine gewisse Zeit einen Personal Trainer zu haben, eine Ernährungsberatung, einen Coach zu nehmen, usw.

 

3.     Etwas zu verändern dauert nun mal seine Zeit. Man sagt eine Ernährungsumstellung dauert in der Regeln 3 Jahre. Beim Rauchen oder ähnlichen Süchten ca. 2 Jahre. Was aber vor allem wirklich hilft ist seine destruktiven Verhaltensweisen und Gedanken zu erkennen und sich nicht mehr mit diesen zu identifizieren. Es hilft beim Weg zum Nichtraucher/in zu verstehen, dass es nur das Sucht-Ich ist, welches gerade mal wieder die knappen 5 Minuten hat. Und man muss ja nur immer wieder diese 5 Minuten durchstehen um dann komplett aufzuhören. Oder bei der Ernährungsumstellung hilft es, sich 5 mal am Tag einen Wecker zu stellen und jeweils dann und zwar genau dann, ein grosses Glas Wasser zu gönnen. Ihr seht worauf ich hinauswill. Organisation und Konsequenz für die 90 Tage sind entscheidend.

Es dauert in der Regeln 90 Tage eine neue Gewohnheit zur Autobahn zu machen. Die alte Autobahn jedoch abzubauen und wieder zum Urwald werden zu lassen dauert erheblich länger. Das macht ja auch Sinn. 50 Jahre alte Bäume wachsen ja nicht an einem Tag.

 

Also, guten Mut und viel Energie für deine Veränderungen! Und immer schön dran denken, Atem bringt genügend Energie in deinen Körper um diese Veränderungen überhaupt umsetzen zu können und wer schlau ist, holt sich Hilfe für die erste Zeit.

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