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Neptun, Illusionen, die Suche nach Wahrheit und das Finden von Mitgefühl


Maximilian Juno, 25. Januar 2021

Eine astrologische Aufschlüsselung über die Energien, welche in diesem Moment zu einer so starken Polarisierung führen und  uns gleichzeitig  den Weg daraus und nach vorne zeigen.

Lass uns über Neptun reden. 

Der Gott der Meere mit einem großen Dreizack, ja, und auch der Planet Neptun, tiefblau, und ganz weit da draußen wo sich das Sonnensystem selbst langsam verfeinert, auflöst und im Begriff ist, sich der großen ganzen Galaxie zu öffnen.

Neptun als Archetyp unserer Psyche hat sehr viel mit solchen Bildern und ihren Entsprechungen zu tun. Das Prinzip der Sensibilisierung, des sich etwas größerem öffnen, bzw. in die Tiefen zu tauchen, und dort alle Grenzen aufzulösen und die Erkenntnis, dass wir nicht getrennt voneinander sind. Nicht getrennt vom Leben. Die Wahrheit zu erkennen, dass wir alle gemeinsam im großen Ozean des Lebens schwimmen, und dadurch auch ein Gefühl von Liebe und Mitgefühl für jedes Lebewesen spüren können (oder es lernen). Denn wenn ich wirklich begreife, dass du Teil von mir selbst bist, dann kann man fast nichts anderes mehr als Liebe und Mitgefühl empfinden. Auf der anderen Seite verliert man sich selbst und jeden Bezug zur ‚Realität‘ auch gerne, mal in neptunischen Gefilden.

Die Grenzen lösen sich auf, vielleicht eher durch Hilfsmittel als durch das Erkennen des Herzens, und auf einmal ist alles wirr, zu viel, ergibt keinen Sinn mehr, und schwups ist man verloren in einem Meer an Bildern, Eindrücken, Ängsten, Träumen und hat jeden festen Boden unter den Füßen verloren. Oder man wird, oder sieht sich selbst, als (eher unbewusst als bewusst) Opfer der Welt und der Umstände. Und wird dadurch höchst beeinflusst und beeindruckbar durch die Macht die starken Bilder mit großen Emotionen und wagen Botschaften. Jeder Archetyp hat immer ein breites Spektrum an Manifestation. Vom tiefsten Schatten zum höchsten Licht ist alles dabei. Wir, als gesamte Menschheit, lernen gerade genau solche Lektionen von unserem lieben Neptun.

Im Himmel steht er nämlich seit fast einem Jahr schon in etwas was sich Quadrat-Aspekt nennt zu der Achse der Mondknoten – das sind die beiden Punkte im Himmel, an welchem sich die Bahn des Mondes mit der Ekliptik, also der Bahn der Sonne, kreuzt. Diese Achse, in der symbolisch das ‚unbewusste‘, lunare Prinzip auf das ‚bewussten‘, solaren Prinzip trifft, wird gerne als die karmische Achse bezeichnet.

In unserem eigenen Horoskop zeigt uns diese Stellung die Bereiche des Lebens an, in welchen wir die größten Lektionen lernen wollen. Wo wir Energie mitbringen, die uns eventuell in diesem Leben nicht mehr so nützt und wir uns selbst im Weg stehen. Die Richtung, von der unsere Seele möchte das wir sie einschlagen, die uns aber manchmal nicht so leicht fällt, weil jene Bereiche für uns Neuland sind. Im globalen Horoskop und dem jetzigen Moment zeigt diese karmische Achse im Prinzip genau das gleiche an. Wo haben wir als Menschheit ein bisschen was nachzuholen oder vielleicht auch etwas was wir loslassen sollten? Welche Energien, Perspektiven, Lektionen und Themenpunkte helfen uns am meisten, uns weiter zu entwickeln?

Die Polarität von Zwilling und Schütze

Im Frühjahr letzten Jahres hat die Achse die Sternzeichen gewechselt und ist in die Polarität von Zwilling und Schütze eingetreten. Im Zwilling steht der nördliche Mondknoten (der Pfad nach Vorne) und im Schützen der südliche. Die Mondknoten Achse braucht ein bisschen länger als 1,5 Jahre durch jedes Sternzeichen hindurch. In diesem Moment werden diese beiden, und ihre entsprechenden Themen, besonders beleuchtet.

Zwilling steht für Kommunikation, Information, verschiedene Perspektiven, und generell wie wir Sprache und unsere mentale Natur benutzen, sowie auch für Dualität/Polarität als solche.

Schütze wiederrum regiert über unsere Weltanschauungen, woran wir Glauben und wie und warum. Die großen Sinnfragen werden hier behandelt und eher auf den ganzen Wald als die einzelnen Bäume geschaut. In seinen negativen Ausprägungen kann Schütze somit auch Fanatismus und Dogmatismus anzeigen, oder einfach blinden Glauben. Der Zwilling auf der anderen Seite kann sich leicht im trivialen verlieren, und es fällt ihm manchmal schwer, all’ die Informationen, die er aufnimmt in ein großes Bild zu bringen, bzw. bei einer Perspektive zu bleiben.

Naja, zurück zu Neptun.

Ich glaube, ihr wißt langsam worauf das hier hinausläuft.

Der eben erwähnte Quadrataspekt von Neptun zu dieser Achse (sprich Neptun steht im 90° Winkel zu den beiden gegenüberliegenden Punkten der Mondknoten) ist einer von großer Anspannung, und erreicht am 25ten Januar, seinen Höhepunkt. Dann ist der Winkel von 90 Grad perfekt.

Wann immer ein Planet in dieser Beziehung zur Mondknoten Achse steht, sind seine Lektionen, seine schatten und licht Seiten, besonders wichtige Fokuspunkte für unsere Evolution. Karmisch, Schicksalshaft und fast ein wenig als ob man ihm nicht entkommen könnte.

Das Universum spiegelt nur, was sich auf unserer Sphäre abspielt. Wir können hier keine Schuld oder Verantwortung abgeben. Und genau darum geht es auch. Uns mit den negativen Auswirkungen der Welt, wie wir sie alle mitgeschaffen haben, auseinander zu setzten.

Was bedeutet das alles für uns in diesem Moment?

Feste Überzeugungen, Anschaugen oder unbewusste Glaubenssätze über uns und die Welt in der wir leben, weicher werden lassen. Lernen, anderen zu zuhören, selbst wenn das vielleicht erstmal genau jener inneren Anschauung wiederspricht, die wir gerade kultivieren. Und vor allem offen dafür sein, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen. Wir sollten uns uns frei machen von schwarz & weiß, links & rechts denken (das ist Zwilling der uns dort negativ verwickelt) und sehen zu lernen, dass die Realität wesentlich vielschichtiger ist.

Die unglaublich starke Polarisierung der Gesellschaft, beispielhaft perfekt an der 50/50 Wahl in den USA wiedergespiegelt, wird nur zu noch mehr Trennung & Distanz zwischen uns und anderen führen. Wenn wir stur an unseren eigenen Überzeugungen festhalten und nicht lernen, miteinander zu reden.

Wahrheit ist, was unsere mentale Sphäre anbelangt, eigentlich immer nur subjektiv und keiner von uns kann in diesem Moment behaupten, sie ganz zu sehen oder zu erkennen.

Und da haben wir wieder Neptun.

Die Wahrheit, dass wir alle zusammen auf und mit diesem Planeten leben, alle ein Ausdruck des einen Lebens sind und alle Menschen letztenendes unsere Brüder und Schwestern (ganz im Wassermann Sinne!), ist eine Wahrheit, auf die wir uns alle einigenen können. Oder es zumindest gerade lernen.

Statt uns von der Flutwellen an Bildern oder Emotionen, die gerade den Planeten überfluten, davon tragen zu lassen, unaufmerksame Opfer von Manipulation, welche von allen Seiten kommt zu werden, oder den Kopf in den Sand zu stecken, zu flüchten in unsere eigenen, neptunischen Traumwelten in denen alles ok ist, verlangt die Energie dieses Moments und Jahres ein ganz deutliches erwecken unseres Mitgefühls und Empathievermögens für unsere geteilte Menschlichkeit.

Wir stecken an einem verzwickten Punkt der Geschichte, und der Pfad nach Vorne ist einer, den wir nur durch Mitgefühl, Liebe und, ja, auch das ist Neptun, kreative Imagination, bewältigen und in diesem Sinne eine positive Grenzauflösung erschaffen können.

Von Mitgefühl, Zusammenhalt und als Menschheitsfamilie. 


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